BMW investiert in Zukunftstechnologie!

Wie der BMW-Konzern in innovative Technik im Bereich E-Mobilität investiert und dadurch plant, das Potenzial eines Milliarden-Marktes mit auszuschöpfen. Ein Ausblick.

Für den Ausbau der Elektromobilität ist ein Ausbau der Ladeinfrastruktur unumgänglich. Das hat der BMW Konzern erkannt und investiert über seinen Ableger BMW i Ventures in innovative Technologien, die es Kunden ermöglichen sollen an Ladestationen in Tiefgaragen und Parkhäusern auch ohne Internetzugang zu bezahlen, was bisher, aufgrund des schlechten Netzempfangs in diesen Gebäuden, eine Hürde darstellt.

BMW i Ventures ist deswegen nun der führende Investor des Münchener Start-ups Heycharge. Heycharge-Mitbegründer Robert Laskowski äußerte gegenüber dem Handelsblatt den Anspruch, dass das Laden in Zukunft so einfach wie möglich werden solle. Es wird erwartet, dass sich bis 2030 weltweit etwa 100 Millionen Ladepunkte innerhalb von Gebäuden befinden werden, die untereinander vernetzt werden müssen.

Lasowski geht davon aus, dass es sich dabei um einen “Multimilliarden-Dollar-Markt” handeln werde. Mithilfe der Beteiligung von BMW möchte das Start-up seine Technik weltweit verbreiten, die auf Bluetooth-Konnektivität statt auf eine Internetverbindung setzt. Der Managing-Partner von BMW i Ventures, Kasper Sage äußerte, dass der Trend zur Elektromobilität sich in Deutschland und Europa intensiviere und BMW sich ebenfalls zunehmend in dieser Sparte engagieren wolle. Der Konzern fördert entsprechend die Entwicklung von Technologien mit Zukunftspotenzial und hat zu diesem Zweck einen 300-Millionen Dollar Fonds aufgelegt um in die Förderung von Nachhaltigkeit und Elektromobilität zu investieren.

Heycharge erscheint dafür als geeigneter Partner. So war Lasowski in der Vergangenheit bereits bei BMW tätig, wo er früh an einer Technologie für vernetztes Fahren arbeitete. Nach seinen beruflichen Tätigkeiten für NTT Data, Sixt und Ergo Mobility Solutions gründete er gemeinsam mit dem US-Amerikaner Chris Cardé, der während seiner Arbeit bei Google in München auf die Notwendigkeit einer neuen Technologie stieß, als er in einer Tiefgarage sein Elektrofahrzeug nicht aufladen konnte, das Start-up Heycharge.

Mithilfe der selbst entwickelten Technologie “Securecharge” sei Heycharge das erste Unternehmen, das intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen und eine sichere Zahlung an den Ladestationen ohne Zugang zu WLan oder Mobilfunk ermögliche. Möglich wird dies über eine Cloud-Plattform. Sage hält dies für die Schlüsseltechnologie, um das Aufladen von E-Mobilen weltweit zu kommerzialisieren. Anders als bisherige Ladestationen kommuniziert die App auf dem mobilen Endgerät des Nutzers über Bluetooth mit den Ladestationen. Sobald wieder Empfang besteht, erfolgt eine verschlüsselte Verbindung zur Cloud.

Unter der Führung von BMW i Ventures konnte das Start-up in der aktuellen Finanzierungsrunde fünf Millionen Dollar einsammeln. Da es für innovative Start-ups zunehmend einfacher wird Geld zu bekommen, müssen Investoren wie BMW mehr als Kapital bieten. Von besonderem Interesse sind vor allem Vertriebs- und Einkaufskontakte, sowie Know-How im Bereich Produktion und Entwicklung. Lasowksi hofft auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit BMW und baut dabei auf die Bekanntheit und Expertise des Konzerns. Dass er in der Vergangenheit für BMW arbeitete, vereinfache darüber hinaus die Kommunikation mit dem Unternehmen.

Welche Systeme und Anbieter sich im derzeit bewegten Markt für Ladeinfrastruktur durchsetzen, wird jedoch die Zukunft zeigen.

In der Vergangenheit hat BMW i Ventures bereits lohnende Investments getätigt. So investierte der BMW-Ableger unter anderem in den US-Ladespezialisten Chargepoint, dem im vergangenen Jahr mit einer Milliardenbewertung der Gang an die Börse gelang.

Noch in diesem Jahr will Heycharge einige Tausend Ladepunkte installieren und entwickelte auch einige Wallboxen und Ladesäulen mit integrierter Securecharge-Technologie. Wenngleich man zeigen wolle, dass man die Kombination von Hard- und Software beherrsche, wolle man andere Wallbox-Hersteller als Kunden gewinnen, anstatt zu diesen in Konkurrenz zu treten.

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