Dow Jones kämpft mit dem Allzeithoch: Nach Ostern entscheidet es sich

Rallyezuspitzung und historische Kaufpanik oder Aprilcrash!

Wir erleben derzeit wahrhaft historische Momente. Weil im Dow Jones Index auch nach mittlerweile 12-jähriger Megahausse alle Kanalenden und Kreuz-Widerstände immer noch wie Butter durchschnitten werden, ist kein Ende der singulären, durch Monsterliquidität auf Grund der Niedrigzinspolitik der Notenbanken herbeigeführten Jahrhundert-Rallye sichtbar. Erst vor wenigen Wochen wurde das heftige Barrierecluster um 31.800,das von vielen Fachleuten eigentlich als potentieller TurningPoint ausgemacht worden war, über Nacht pulverisiert.

Eine massive Widerstandslinie mit Crashgefahr? Von wegen! Als wäre das technische Warnlevel nichts, durchbrach es der Index unter hohem Ausbruchsmomentum und fand sich sogar jüngst bei 33.200 Punkten, dem neuen AlltimeHigh wider. Short ist aktuell wirklich Mord und wer sich in einem solchen Markt für berufen hält, echte Wendepunkte ausfindig machen zu können, ist entweder ein Zauberer oder ein Scharlatan.

Es bleibt deshalb erst einmal die Erkenntnis, daß alles für eine weitere Rallyezuspitzung spricht, auch wenn dies dem gesunden Menschenverstand und den Gesetzen der Ökonomie scheinbar zuwiderläuft. Natürlich sind die Unternehmen heillos überbewertet und die Hausse völlig irreal, aber interessiert dies irgendeinen? So lange ein Anlagenotstand besteht, und der ist ja politisch gewollt, was sich in der Flutung der Märkte mit Kapital artikuliert, gibt es einfach keine Grundlage für eine Baisse.

Zweifellos wird es in den kommenden Wochen mal zu kritischen atmosphärischen Phasen kommen und da die Nervosität steigt, sind jederzeit crashähnliche Verwerfungen möglich. Nur, wo beginnt denn eine solche kurzfristige Wende? Außerdem gehen wir jede Wette ein, daß selbst nach einem temporären massiven Einbruch wie im April vorigen Jahres die Börse sofort wieder v-förmig hochgekauft werden wird. Dont fight the FED. So einfach ist dies.

Jetzt dennoch auf breiter Front in den Markt einzusteigen, ist vor allem im kurzen Zeitfenster auch hochriskant-da die Luft extrem dünn geworden ist, kann es in jeder Sekunde zu einem formidablen Absturz kommen. Zumindest ist das vorstellbar. Eine nächste Gelegenheit für antizyklische Spekulanten könnte in den kommenden Tage, rund um die Feiertage, aufscheinen. Gelingt es dem Dow Jones nicht überzeugend, die Linie um 33.200 signifikant zu durchstoßen, könnten die Bären Oberwasser erhalten und den Index gen Süden schicken, wo erst bei 31.800, dem unteren Kanalende, der nächste Unterstützungsbereich liegt.

Dies ist keineswegs so unrealistisch, wie es angesichts des grenzwertigen Aufwärtsmomentums erscheint. Allerdings muß auch das genaue Gegenteil in Betracht gezogen werden: Stände über 34.000, vielleicht bis zur Kanalhälfte bei 35.000 Punkte, sind auch eine Option. Es bleibt also äußerst spannend!!

Brandaktuell sorgt ein Zahlungsausfall bei einem US-Hedgefonds für alarmistische Stimmung.

Das Debakel bei Archegos Capital droht mehrere Großbanken laut Insidern teuer zu stehen zu kommen. Die Credit Suisse warnte vor möglicherweise hohen Verlusten. Die zweitgrößte Schweizer Bank und eine Reihe anderer Institute zögen sich aus Positionen zurück.

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge musste Archegos am Freitag wegen Nachschussforderungen Aktien im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar verkaufen. Das "Wall Street Journal" berichtete gar von 30 Milliarden Dollar an Verkäufen.

Auch der japanische Finanzkonzern Nomura warnte vor einem möglicherweise signifikanten Verlust. Die Forderung belaufe sich auf etwa zwei Milliarden Dollar. Laut mit der Sache vertrauten Personen gehe es auch bei Nomura um Archegos, schreibt Bloomberg.

Unterdessen erwartet die US-Bank Goldman Sachs durch den Ausstieg aus den Geschäften mit Archegos voraussichtlich keine hohe Belastungen, wie Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtet. Die Kredite der Bank an den Hedgefonds seien vollständig abgesichert, und Goldman sei bereits aus dem Großteil ihrer Positionen ausgestiegen.

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